Nicht mehr Stottern – Feel the Change

Sprachfehler können sich ändern

Das Stottern wollte nicht verschwinden

Ungefähr mit meiner Einschulung begann ich zu stottern und meine Eltern sorgten natürlich sehr schnell dafür, dass ich eine Sprachtherapie bekam. Dort machte ich zahlreiche Übungen rund um das Sprechen, doch nichts half. Das Stottern wollte einfach nicht verschwinden.

Erst ein paar Jahre später sorgten meine Eltern für eine weitere Sprachtherapie. Während der Therapiestunden stotterte ich fast gar nicht, deshalb war meine damalige Logopädin der Meinung, dass mein Stottern kein großes Problem darstellte. Ich saß also die verordneten Stunden ab, konnte mich belanglos während der Therapie unterhalten, doch in jeder anderen Situation wollte mir das Sprechen noch immer nicht gelingen.

Ungefähr ein Jahr später begann ich erneut mit einer Sprachtherapie und die Logopädin wunderte sich darüber, mich wiederzusehen. Diesmal war der Verlauf ähnlich: Ich stotterte weiterhin im Alltag, aber nicht in den Therapie-Stunden. Schließlich riet meine Logopädin mir dazu, eine Psychotherapie anzufangen. Ich sprach darüber mit meinen Eltern, doch diese waren der Meinung, dass ich kein psychisches Problem hatte und sorgten dementsprechend nicht dafür, dass ich eine Psychotherapie bekam. Als ich 16 Jahre alt war, bemerkte ich, dass mein Leben zu beeinträchtigt war. Ich hatte mich immer schon geschämt, vor anderen zu sprechen und wurde stets von Ängsten begleitet. Dies spitzte sich so zu, dass ich nirgends mehr allein hingehen wollte und vor keinem Fremden mehr sprechen wollte.

Ich ergriff die Initiative und sorgte selbst für eine Psychotherapie. Dort wurde mein Selbstbewusstsein gestärkt und nach und nach wurde mein Stottern weniger. Heute, fünf Jahre später, kann ich nahezu normal sprechen.


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