Nicht mehr Stottern – Feel the Change

Sprachfehler können sich ändern

Mein Stottern kam schleichend

Ich bin 19 Jahre alt und gehe zur Universität. Ich stottere schon seit meinem 7. Lebensjahr. Es fing alles damit an, dass ich anfing, undeutlicher zu sprechen. Auch manche Buchstaben verschluckte ich beim Reden. Manchmal merkte ich es, manchmal geschah es unbewusst.

Als ich dann 7 Jahre alt wurde, begann das eigentliche Stottern. Mein Vater fand es nicht so schlimm. Er dachte sich, dass es nur eine Phase wäre. Dies war es aber nicht. Meine Mutter machte sich hier schon etwas größere Sorgen als mein Vater. Wir gingen zu den verschiedensten Ärzten, doch diese wussten auch keinen richtigen Grund für meinen Sprachfehler. Es war nur klar, dass ich Stottere. Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass ich erst mit 2,5 Jahren anfing zu reden, doch mein Vater meinte, dass ich zwar etwas später zu reden anfing, jedoch nicht zu spät.

Ich habe eine feste Freundin, mit der ich auch zusammen in einer Wohnung wohne. Sie versteht es sehr gut, wie man sich fühlt, wenn man angestarrt oder angegrinst wird, nur weil man stottert. Sie hat Mitleid mit mir. Eigentlich meistere ich meinen Alltag trotz meines Stotterns recht gut. In der Früh stehe ich auf, und unterhalte mich beim Frühstück mit meiner Freundin. Ich glaube sie bemerkt es gar nicht mehr so, dass ich stottere. Nach dem Frühstück gehe ich zur Universität. Hier nehme ich den Bus. Wenn ich auf der Fahrt mit manchen Leuten rede, verstehen mich eigentlich die meisten Personen, da mein Stottern jetzt schon etwas besser geworden ist. Trotzdem ist es immer eine Qual jemandem zu erklären, was ich von ihm möchte.

Mit den Professoren in meiner Universität kann ich mich auch recht gut unterhalten, jedoch ist dies bei einer Präsentation nicht der Fall, denn hier kommt die Nervosität auch noch dazu. Nach der Universität fahre ich wieder mit dem Bus zu meiner Freundin und zu meiner Wohnung. Meistens schaue ich noch etwas Fern und geh dann ins Bett.

Ich finde ich meistere meinen Alltag gut, wenn man denkt, dass ich schon seit meinem 7. Lebensjahr stottere.


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