Nicht mehr Stottern – Feel the Change

Sprachfehler können sich ändern

Mein Stotterhorror im Chemieunterricht

Es ist einfach ein mulmiges Gefühl, wenn man sich mit einer Person unterhält, die man sehr schätzt. Die Sätze sprudeln wie von selbst heraus und auf einmal geht es nicht weiter, folgende Symptome kommen zum Vorschein: Verspannung der Sprachmuskulatur, ein Gefühl der Unsicherheit breitet sich aus, Schweißperlen auf der Stirn und das Herz beginnt zu rasen.

Seitdem ich die fünfte Klasse der neuen Schule besuchte, stand ich mehr und mehr auf der Abschussliste der Jungs. Ich hatte keine Interessen, die für einen jungen Mann typisch waren. Ich war unsportlich, hasste Fußball, hatte kein Interesse an technischen Gerätschaften.

Schließlich kam der I-Tupf der Geschichte, in einer Chemie-Stunde forderte der Lehrer mich vor allen Schülern auf, an einer mündlichen Leistungskontrolle teilzunehmen. Ich fiel aus allen Wolken und da fing es an, das Stottern.
Damit wurde ich zur Lachnummer und von keinem Menschen mehr richtig wahrgenommen. Der Sprachfehler setzte sich im Leben nun weiter fort, so wie ich nervös werde und unter sozialem Druck stehe. Sehr schwierig mit der Aussprache wird es, wenn ich bestimmte Frauen aus sehr persönlichen Gründen anspreche. Es ist sehr peinlich, da man sich vor dem weiblichen Geschlecht schon etwas gewählter ausdrücken sollte.

Ablehnungen und Vorurteile können, egal gegen welche Person, ob mit Worten oder Gesten verletzent sein. Auch wenn man äußerlich noch so robust wirkt.


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