Nicht mehr Stottern – Feel the Change

Sprachfehler können sich ändern

Mein Alltag als Stotterer

Am liebsten würde ich überhaupt nichts mehr sagen, weil es immer wieder passiert und mir bis jetzt, ich bin Mitte 50, niemand helfen konnte. Besonders wenn ich angespannt bin oder Stress habe, kommt das Stottern.

Ich habe immer das Gefühl, dass mein Sprechapparat es einfach nicht schafft, meine Gedanken, also das, was ich sagen möchte, schnell genug umzusetzen.

Gerade gestern gab es wieder so eine Situation. Ich mache zurzeit Urlaubsvertretung in einem Büro. Mein Chef legt Wert darauf, dass die Tür zwischen unseren Büros immer offen ist. Er kann alles mithören, was ich zu Mitarbeitern oder am Telefon sage. Das ist schon normalerweise ein Albtraum für mich, gestern kam es aber noch schlimmer. Er hatte einen Besucher, für den ich am Telefon Informationen einholen sollte.

Beide standen vor meinem Schreibtisch und unter diesem Druck vor zwei Menschen ein perfektes Gespräch zu führen, kam das Stottern. Nichts ging mehr, mir brach der Schweiß aus, meine Hände zitterten. Es endete damit, dass mein Chef mir den Hörer aus der Hand nahm und das Gespräch selber führte.

Gesagt hat er nichts, aber sein Blick sagte mir genug. Wieder einmal habe ich in einer ganz normalen Alltagssituation versagt und ich fühlte mich gedemütigt, unfähig, nicht normal und wäre gerne vor Scham im Boden versunken.


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