Nicht mehr Stottern – Feel the Change
Sprachfehler können sich ändern
Meine Stotter-Geschichte zum Mut machen
Ich stottere seit meine Geburt an. Also seit ich flüssig reden kann, ist logisch. Wir verbrachten sehr viel Zeit im Krankenhaus, bei verschiedenen Ärzten und Spezialisten.
Es dauerte lange, bis wir den Grund für mein Stottern herausfanden. Ich stotterte, weil mein Vater selbst eine Sprachstörung hat. Also ich bekam es vererbt. Ich wollte meinem Vater keine Schuld geben, denn er konnte ja auch nichts dafür. Ich bin nun 23 Jahre alt, und meistere meinen Alltag trotz meines Sprachfehlers so gut wie es geht.
In manchen Situationen schäme ich mich irgendwie schon für meinen Sprachfehler. Wenn ich ganz normal mit anderen Leuten in der Öffentlichkeit rede, dann schauen sie mich immer so komisch an. Vermutlich wegen dem Stottern, aber ich traute mich noch nicht zu fragen wieso sie das immer machen. Meine Freunde verstehen mein Problem. Sie lachen mich auch nicht aus, sondern zeigen Mitgefühl mit mir.
Einmal musste ich von der Arbeit aus einen Vortrag halten. Das Publikum bestand aus etwa 100 Personen. Natürlich war ich etwas nervös, aber das war doch normal. Trotzdem trat ich selbstbewusst vor das Publikum und begann zu reden. Natürlich stotterte ich auch wieder. Plötzlich fingen die meisten Leute im Raum an zu lachen, obwohl ich nichts Lustiges gesagt hatte. Es war wegen dem Stottern. Dann erhob sich einer aus dem Publikum. Es war ein Unbekannter. „Hört auf zu lachen. Dieser Mann hat einen Sprachfehler, jedoch kann er nichts dafür. Das ist echt respektlos von euch allen. Schämt euch.“, sagte er. Plötzlich wurden alle Personen ganz still. Ich vermute Sie dachten über das nach, was der Mann ihnen gerade gesagt hatte.
Ich fuhr trotz meines Stottern mit meinem Vortrag fort. Das war wirklich mutig von diesem Mann. Nach dem Vortrag sprach ich ihn auf das an, was er gesagt hatte. Er sagte: „Ich habe selber einen Sohn. Er stottert auch. Ich kann es nicht ertragen, wenn andere Leute so respektlos zu Personen sind, die es schwerer haben.“ Ich bedankte mich bei ihm für diese Tat.