Nicht mehr Stottern – Feel the Change

Sprachfehler können sich ändern

Mein Stottern – Ein Erfahrungsbericht

Wenn ich morgens aufwache, um mich fertig zu machen, sehe ich meist meine Frau und unsere Kinder. Ich bin der einzige von uns allen, der stottert.

Fast jeder, der mich kennt hat sich auch damit abgefunden und mich so akzeptiert, wie ich bin. Im alltäglichen Leben fange ich meist an zu stottern, wenn ich Unsicherheit spüre oder nervös bin. Dies probiere ich natürlich durch kurze Sätze zu vermeiden, doch schon schnell merkt man das es nicht immer so einfach ist. So kommt es manchmal vor, dass man eigentlich viel mehr sagen möchte als man kann und somit auch nicht mit jedem lange sprechen kann. Unangenehme Gesprächspartner versuche ich sofort zu meiden.

Da man im Beruf natürlich weiß, mit wem man besser oder schlechter sprechen kann ist dies relativ entspannt. Dass hinter dem Rücken oft über einen geredet wird, von außenstehenden macht mir nichts aus. Denn wie man weiß, macht man sich selbst auch manchmal über den ein oder anderen Lustig obwohl dieser vielleicht auch nichts dafür kann. Bei mir ist die Erkrankung nämlich seit der Geburt vertreten. Da ich das Glück habe einen tollen Bürojob zu haben, indem nicht so oft gesprochen werden muss. Wenn ich entscheiden müsste ob ich sofort das stottern abstellen könnte, würde ich natürlich zustimmen doch auch mit lässt es sich leben!

Einmal bin ich auf der Bühne gestanden, nachdem ich mein Abiturzeugnis erhalten habe und eine Rede halten sollte. Ich konnte nur ganz kurz etwas sagen, bis fast alle gelacht haben. Dies war einer meiner Unangenehmsten Momente im Leben. Seitdem habe ich mich für den Bürojob entschieden und würde ungern wieder zurück auf die Bühne. Trotzdem möchte ich allen Stotterern Mut machen sich nicht runter zu ziehen lassen. Lebt das Leben so wie Ihr seid!


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